Immobilienbewertung

Ertragswertverfahren bei Mehrfamilienhäusern

Bei Renditeimmobilien steht der nachhaltig erzielbare Ertrag im Mittelpunkt. Eine einfache Multiplikation der Jahresmiete mit einem Faktor bildet das normierte Verfahren jedoch nicht vollständig ab.

Grundidee des Ertragswertverfahrens

Ausgangspunkt sind marktüblich erzielbare Erträge. Davon werden Bewirtschaftungskosten abgezogen. Der so ermittelte Reinertrag wird in einen Bodenwertanteil und einen Gebäudereinertrag aufgeteilt.

Wichtige Größen

  • Nachhaltig erzielbarer Rohertrag
  • Bewirtschaftungskosten
  • Bodenwert und Bodenwertverzinsung
  • Liegenschaftszinssatz
  • Restnutzungsdauer des Gebäudes
  • Besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale

Warum Mietfaktoren nur eine Näherung sind

Der Kaufpreisfaktor ist eine schnelle Marktkennzahl, berücksichtigt aber Zustand, nicht umlagefähige Kosten, Leerstand, Bodenwert und Investitionsbedarf nur indirekt. Zwei Häuser mit gleicher Jahresmiete können deshalb unterschiedliche Werte haben.

Welche Unterlagen verbessern die Einschätzung?

Aktuelle Mieterliste, Mietverträge, Flächen, Grundrisse, Modernisierungen, Energieausweis und Angaben zu Schäden oder rechtlichen Besonderheiten sind entscheidend.

Hinweis: Die Darstellung ist vereinfacht und ersetzt kein Verkehrswertgutachten nach den jeweils geltenden Bewertungsvorschriften.

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